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 Sportliche Freizeiten rund um Ostern

Auch in diesem Jahr organisierte der LAV Elstertal Bad Köstritz in den Osterferien je eine Ferienfreizeitwoche für die jüngeren und die älteren Sportler. Traditionell begaben sich die Köstritzer Leichtathleten in der Ferienwoche vor Ostern zu dem Trainingslehrgang, dieses Mal wieder in Nähe von Villach in Kärnten. Es gab, anders als sonst, einigen Rückstand aufzuholen, denn das lange Winterwetter mit Kälte, ungünstigen Bodenbedingungen sowie Nässe brachten doch Einschnitte, zumal uns seit dem 14. Februar die Sporthalle nicht mehr zur Verfügung steht. In der Drau-Niederung am Faaker See hofften wir auf milderes Wetter, das traf bedingt auch zu. So nutzten wir die Möglichkeiten des Geländes mit Berganläufen auf moosigem Untergrund, um die Kraftwerte für den Sprint zu verbessern. Laufsenior Stephan Tille bereitete sich mit enormen Laufumfängen auf seine Saison vor (Marathon-Landesmeisterschaft, Rennsteiglauf usw.).
Meistens fuhr unsere kleine Auto-Karawane ins Villacher Stadion "Lind" - gut ausgestattet und selbstverständlich mit Kunststoffbahn, um Sprintfertigkeiten bzw. die Hürdentechnik unter Anleitung von Horst Krinke zu verbessern und die Wurftechniken gemeinsam mit Timo Krinke zu stabilisieren. Streng genommen war eine Woche viel zu kurz, zumal der abschließende Karfreitag völlig verregnet war und wir schließlich auf gutes Rückreisewetter warteten.
Wie jedes vorhergehende Trainingslager auch, hat es den Zusammenhalt der Leichtathleten gefördert, aber auch den Zusammenhalt mit den Eltern, von denen wieder viele dabei waren und dankenswerter Weise die Fahrt nach Kärnten in diesem Umfang (über 40 Teilnehmer) erst ermöglichten. Auch sie nutzten die Möglichkeiten des Sporttreibens sowohl im Stadion als auch zum Joggen im Gelände bzw. in den nahen, schneesicheren Skigebieten. Einige erlebten im unweiten Planica/Slowenien sogar das sensationelle Skifliegen mit Weltrekord und dem noch glimpflich ausgegangenen Sturz Ahonens nach über 240 Metern. Jetzt gilt es in den nächsten Wochen mit Trainingsfleiß nachzuweisen, dass der Aufwand einer solchen Reise (mit "Tapetenwechsel") nicht umsonst war und die Landesmeisterschaften kommen können.

Auch die Jüngeren fuhren unter Anleitung von Frau Rathke wie im vergangenen Jahr in der Woche nach Ostern ins Vogtland nach Netzschkau. Das Ziel der Fahrt war die Verbesserung der sportlichen Leistungen jedes einzelnen, um optimal auf die kommenden Wettkämpfe vorbereitet zu sein. Die mitgereisten Eltern Frau Peters, Frau Lejsek und Herr Gröber unterstützten Frau Rathke nicht nur bei der Durchführung der Trainingseinheiten im Schullandheimgelände und im Wald, sondern auch bei der sonstigen Freizeitgestaltung. Es wurde im Training eifrig gesprintet, die Ausdauer verbessert und durch verschiedene Sprungübungen die allgemeine Sprungkraft geschult. Das Training im Wald am steilen Berg hat den Kindern trotz großer Anstrengungen so gut gefallen, dass sie mehrfach den Wunsch äußerten, dieses unbedingt zu wiederholen.
In der Ferienwoche wurde jedoch nicht nur das Laufen, Springen und Werfen trainiert, sondern während der Freizeit konnte der Sportraum zum Tischtennis, Tischfußball und Billard spielen genutzt werden oder im Clubraum gebastelt, Karten gespielt oder gerätselt werden. Besonders viel Spaß machte das Basteln von Schlüsselanhängern aus Scoubidoubändern, die jeder gern als Andenken mit nach Hause nehmen wollte. Weitere Ereignisse waren eine kleine Abendwanderung zur Göltzschtalbrücke, zum Bergfest ging es nach Schöneck ins Spaßbad und jeden Abend gab es eine Märchenstunde, in der den Kindern ein Märchen vorgelesen wurde. Am letzten Abend fand ein Tischfußballtunier statt und zum Abschluss der Woche konnte wie immer jeder sagen, was ihm in dieser Woche besonders gut oder

nicht so gut gefallen hat. Dabei wurden die Sportler ausgezeichnet, die sich besonders viel Mühe im Training gegeben haben. Als kleine Erinnerung an diese Woche erhielt jeder Sportler ein kleines Geschenk überreicht. In dieser Woche hat kein Kind nach einem Radio, Fernseher oder Computer gefragt, woraus wir schließen, dass wir als Trainer und Betreuer gute Arbeit geleistet haben.
Dolores Perschke, LAV Elstertal

Quelle: Der Elstertal Bote, 15. April 2005

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