
Aus Anlass des 62. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchen-wald fand am 19.04.
der 21. Gedenklauf mit Start in Bad Köstritz statt. Am Langenberger Steg, an dem
die Läufergruppe ihren Lauf beendete, übernahmen die Inline Skater des RSV "Blau-Weiß"
den Staffelstab, den sie ihrerseits in Gera am Biermannplatz den Geraer Staffelläufern
übergaben.
Zeitgleich starteten Radsportler des Radfahrclubs Solidarität 1895 e.V. zur Weiterfahrt
auf der Todesmarschstrecke von Gera nach Weida zum Gedenkstein der Opfer des Faschismus
auf dem Platz der Freiheit.
In Bad Köstritz, dem traditionellen Startpunkt dieses Laufes, hielt Bürgermeister
Dietrich Heiland am Mahnmal für 43 in und um Bad Köstritz ermordete Häftlinge des
Todesmarsches seine Gedenkansprache. "Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber
jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird". Mit diesem Worten
von Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt des Auschwitz-Prozesses, eröffnete er seine
Ansprache und erinnerte an jene aufrechten Menschen, die ihr Leben dafür gaben,
Faschismus und Krieg ein Ende zu bereiten. Aus heutiger Sicht könne man es kaum fassen,
was damals geschah, was Menschen anderen Menschen antun konnten. Gerade deshalb sei es
wichtig, die Augen nicht vor der Vergangenheit zu schließen, um nicht blind für die
Gegenwart zu werden.
Es ist eine würdige Tradition ehrenden Gedenkens unserer Köstritzer Bürger,
der Leichtathleten des LAV Elstertal sowie Lehrern und Schülern der Regelschule geworden,
an diesem Jahrestag der Opfer des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte zu gedenken.
Der Bürgermeister dankte allen Anwesenden, die sich zu Ehren der Opfer und
Leidtragenden des Nationalsozialismus versammelt hatten und gab anschließend den
Start frei. (s. Foto li.)
ACR
Quelle: Der Elstertal Bote, 15. Mai 2007
| Impressum | Haftungsausschluss | Copyright © 2004-2008 by LAV Elstertal Bad Köstritz e.V. Alle Rechte vorbehalten. | Zum Seitenanfang |